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Integrale Politik Schweiz schlägt vor, die Finanzbilanzen von Unternehmen und KMU's mit einer Gemeinwohlbilanz zu ergänzen.
Die Jahreswende ist die Zeit der Bilanzierung der wirtschaftlichen Tätigkeit der Unternehmen. In der Schweiz ist von Gesetzes wegen nur eine Finanzbilanzierung gefordert. Integrale Politik Schweiz lanciert nun für das Jahr 2012 die Idee, dass alle Unternehmen neben der Finanzbilanz eine Gemeinwohlbilanz erstellen. Mit überschaubarem Aufwand lässt sich damit die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens messen. Zur Gemeinwohlbilanzierung werden alle Tätigkeiten bezüglich Menschenwürde, Solidarität, ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Transparenz untersucht. Die Gemeinwohlbilanz hilft den Unternehmen, ihr Tun und Handeln bewusster zu gestalten und aus ihnen Sinn und Bedeutung abzuleiten. Zu arbeiten nur und ausschliesslich um des Geldes willen macht aus integraler Sicht zu wenig Sinn. Die Gemeinwohlbilanz ist nötig, weil nur deren Kenntnis KosumentInnen erlaubt, ihren Bedarf an Wirtschaftsgütern verantwortungsvoll und in Übereinstimmung mit ihrer eigenen Lebenshaltung zu decken.
Die Hauptfunktion der Gemeinwohlbilanz ist es, unternehmerischen Erfolg in einem ganzheitlichen Sinn zu messen, d.h. nicht nur am finanziellen Profit, sondern an Indikatoren, die den Beitrag des Unternehmens zum allgemeinen Wohl abwägen. Finanzgewinn ist zu aussageschwach in Bezug auf die eigentlichen Ziele des Wirtschaftens: Bedürfnisbefriedigung, Schaffung von Nutzwerten, Sinnstiftung, Verteilungsgerechtigkeit, Teilhabe aller, Mitbestimmung, Geschlechterdemokratie, ökologische Nachhaltigkeit, Lebensqualität usw.
Der tiefere Grund dafür liegt darin, dass Finanzgewinn in Geld gemessen wird und Geld nur den Tauschwert misst, jedoch keine Nutzwerte. Finanzgewinn ist in der Gemeinwohl-Ökonomie nur Mittel zum Zweck der Gemeinwohlmaximierung und darf demnach nicht mehr um jeden Preis erhöht, sondern lediglich mit Blick auf die bestmögliche Gemeinwohlbilanz optimiert werden.
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